Ozeanruder-Trainingslager Nr. 1
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Im Rahmen unserer Vorbereitung auf den World’s Toughest Row – Atlantik 2025 haben wir unser erstes Trainingslager erfolgreich abgeschlossen. Die Route führte uns quer über den berüchtigten Golf von Biskaya – von Brest in Frankreich bis nach Porto in Portugal. Soweit wir wissen, hat noch kein Ruderboot diese Überquerung zuvor gewagt – ein kleines Abenteuer, angetrieben vom Pioniergeist.
134 Stunden auf See boten uns alles, was ein Ruderer sich wünschen kann: raue Natur, hartes Wetter und jede Menge Lektionen. Delfine spielten an unserer Seite, Wale tauchten am Horizont auf und sogar einige Mondfische kreuzten unseren Weg. Die Bedingungen änderten sich ständig – von Rückenwind, Seitenwind und Gegenwind bis hin zu spiegelglatter See und hohen Wellen. Wir hatten Sonnenschein, Regen und alles dazwischen. Bei perfekten Surfbedingungen erreichten wir sogar eine Höchstgeschwindigkeit von 15,5 Knoten – pure Adrenalin!
Eines der Hauptziele der Überquerung war es, unsere Bordroutinen zu verfeinern und unsere Ausrüstung auf die Probe zu stellen:
Jedes Teammitglied verbrennt zwischen 7.000 und 12.000 Kalorien pro Tag. Einige bevorzugen bis zu sechs warme Mahlzeiten, andere setzen eher auf Kalorien-Shakes – schnell, einfach und hilfreich, um nachts mehr Schlaf zu bekommen.
Die Hauptnahrung besteht aus gefriergetrockneten Expeditionsmahlzeiten, die mit heißem Wasser aus dem Jetboil rehydriert werden. Die Vielfalt ist riesig – selbst für Vegetarier wie Lorenz. Von Linsen-Dal über Chicken Tikka Masala bis zu Mac & Cheese, die Auswahl hielt die Stimmung hoch.
Während des Trainings haben wir eine breite Palette von Marken getestet, aber der klare Favorit war Lyofood. Die wichtigste Erkenntnis: Vermeiden Sie alles, was zu ausgefallen ist. Da draußen müssen die Mahlzeiten einfach, sättigend und leicht verdaulich sein.
Snacks sind ein Muss – Powerriegel, Beef Jerky, Trockenfrüchte, Haribos und natürlich das kleine Laster: ein Snickers-Riegel, der um 2 Uhr morgens irgendwie doppelt so gut schmeckt, besonders mit etwas NoNormal Coffee dazu.
An Bord hatten wir auch Chimpanzee-Riegel und einen Vorrat an Klassikern. Aber letztendlich ging nichts über einen normalen Snickers.
Hydration ist genauso wichtig wie Kalorien: viel Wasser, Elektrolytgetränke und Shakes. Und dann ist da noch der Kaffee – unser zuverlässiger Partner, NoNormal Coffee.
Für zusätzlichen Koffein in der Nacht verließen sich einige auf Gele (30–100 mg Koffein) – obwohl wenige es wagten, mitten in der Nacht Kaffee zu trinken oder zu essen (als Brotaufstrich für unsere Snacks), um das Risiko eines hastigen Gangs zur Toilette zu vermeiden.
Oft werden wir gefragt, wie wir den unerbittlichen 2 Stunden an / 2 Stunden aus Rhythmus überleben, ohne verrückt zu werden. Die Wahrheit: kein Zaubertrick.
Für Lorenz ist die Routine einfach:
Man will aufstehen, denn der Teammate hat bereits zwei Stunden am Stück geschuftet. Das ist Motivation genug.
Die neue Teamzusammenstellung passte sofort – Kommunikation, Unterstützung und eine gesunde Portion Humor trugen uns durch lange Tage und raue Nächte. Ein besonderes Highlight: Mark Slats war nicht nur als Teammitglied dabei, sondern auch als Erbauer unseres neuen Bootes, der D34 „JACK“. Eine wahre Rennmaschine, die uns massive Vorteile in puncto Geschwindigkeit, Handling und Komfort gegenüber unserem alten Setup bietet.
Das nächste Trainingslager ist für Oktober angesetzt. Bis dahin heisst es wieder Landtraining – 1-3 Stunden täglich auf dem Ruderergometer (Spitzname Second Love), dazu mehrmals wöchentlich Kraft- und Stabilitätstraining im Fitnessstudio.
Wir lieben es – und wir fangen gerade erst an.
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